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Der 20. Mai, oder auch: Der Tag, an dem ich dachte, das Abi nicht bestanden zu haben.

Heute Abend rief mein Tutor an, er meldete sich am Telefon sehr förmlich mit: “Hallo, Daniel H., KAV-Gymnasium hier. Wie geht es Ihnen?”
Ich (verunsichert): “Oh, hallo, gut, danke!”
Er: “Ja? Wirklich?”
Ich (noch versunsicherter): Ähh, ja, ich denke schon.”
Er: “Sicher?”
Ich (dem Nervenzusammenbruch plötzlich sehr nah, mit wackelnden Knien und zittriger Stimme: “Ja…?”
Er: “Gut, Franziska, ich rufe Sie ja auch nicht aus Spaß an, sondern aufgrund meiner Pflichten als Tutor…”
Ich (Oh Gott, ich bin durchgefallen! )
Er: “Wie liefen Ihre Prüfungen?”
Ich (vollends fertig, den Tränen nah, sehe ich mich ab morgen wieder im 11. Jahrgang die Schulbank drücken): Sehr gut, alles bis auf Bio war denke ich sehr erfolgreich! Ich habe eigentlich keine größeren Katastrophen erwartet.”
Er: “Oh, das freut mich zu hören.”
…Stille

Er: “Naja, ich habe ja nicht angerufen, um Ihnen eine schlechte Nachricht zu überbringen…Ich wollte Ihnen einfach nur viel Glück für Ihre mündliche Prüfung am Mittwoch wünschen.”
Ich (vollkommen verdattert): “Danke!”
Er: “Also, Franziska, viel Glück, machen Sie sich nicht verrückt und hauen Sie rein. In drei Tagen um diese Zeit ist der Drops dann auch gelutscht! Bis Mittwochabend!”
Ich (einfach fertig mit den Nerven): “Danke für Ihren Anruf.”


Genug Aufregung für ein Jahr. Aber am Mittwoch mündliche Prüfung- und ich bin jetzt schon nervös!

Anscheinend kann ich niemals irgendwas richtig machen. Ich bin ein Liebes-Killer.